
Ich kreise über dem Pflegeheim und sehe die Menschen unten versammelt. Der Rasen ist gepflegt und die Luft trägt den Geruch von frisch geschnittenem Gras. Kinder rennen zwischen den Betten und Rollstühlen hindurch, während die Bewohner und Bewohnerinnen mit strahlenden Augen zusehen. Ich fliege tiefer und spüre den Wind unter meinen Flügeln, während ich das Treiben beobachte.
Ein Kind fragt eine Betreuerin, ob es helfen darf. Die Antwort ist ein lautes Ja. Schon kurze Zeit später sind die Jungen und Mädchen mitten im Geschehen. Sie reichen Bälle, schieben Rollstühle vorsichtig über den Boden und lachen mit den Älteren. Ich sehe, wie sich die Generationen vermischen und eine Brücke schlagen, die sonst im Alltag oft fehlt.

Das Sportfest beginnt. Es gibt Spiele mit Bällen und leichten Übungen, die jeder in seinem eigenen Tempo machen kann. Ich fliege über die Köpfe hinweg und sehe, wie ein älterer Mann einen Ball fängt und ein Kind ihm dabei hilft. Die Bewegungen sind langsam, aber die Freude ist groß. Jeder ist nach seinen Möglichkeiten dabei und niemand wird ausgeschlossen.
Die Sonne steht hoch und wärmt meine Federn. Ich höre das Lachen und das Anfeuern von der Seite. Die Betreuer und Betreuerinnen geben Anweisungen, aber die Kinder übernehmen schnell die Führung. Sie zeigen den Bewohnern, wie man wirft und wie man jubelt. Es ist ein Nachmittag, der wie im Flug vergeht, genau wie die ersten Schulwochen vor kurzem.

Als der Nachmittag zu Ende geht, sehe ich müde, aber glückliche Gesichter. Die Bewohner und Bewohnerinnen sind begeistert und die Kinder sind stolz auf ihre Hilfe. Ich fliege langsam zurück über die Dächer und trage diese Bilder mit mir. Es ist eine Form von Hilfe, die nicht laut sein muss, um wirksam zu sein.
Die Ferien sind vorbei und der Alltag hat uns wieder. Doch das intergenerative Angebot geht in die nächste Runde. Ich werde weiterhin fliegen und hinschauen, um zu berichten, was wirklich passiert. Nächstenliebe, Zeit und das Miteinander von Jung und Alt sind für mich mehr als nur Worte.
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